Gesteinsabbau landschaftlich nicht vertretbar

25. Mai 2009

(© Thomas Barth)

Das Vorhaben der Deutschen Basalt AG, in der Region Cavertitz und Liebschützberg Gestein abzubauen, stößt bei mir auf erhebliche Bedenken und somit auf Widerstand. Bereits seit Anfang der 1990er ist geplant, den geschützten Höhenzug Liebschützberg abzutragen. Mehr als 800 Einwände der Bürgerinnen und Bürger haben dazu geführt, dass das Planfeststellungsverfahren seit Jahren ruht. Vor drei Jahren wurde aber bekannt, dass auch der Cavertitzer Berg in unmittelbarer Nähe abgebaggert werden soll. Auch hier hat sich eine engagierte Bürgerinitiative gegründet, die eng mit der in Liebschützberg zusammenarbeitet.

Bei einem Vor-Ort-Besuch am 25. Mai habe ich mich gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Dr. Liane Deicke über die Auswirkungen eines eventuellen Steinbruches informiert. In Mitten wunderschöner Landschaft, am Rande der Dahlener Heide soll ein Steinbruch entstehen? Nein! Das wäre Raubbau an der Natur; ein Steinbruch ist landschaftlich nicht vertretbar. Zudem scheint er auch wirtschaftlich unsinnig, da nach Aussage der Bürgerinitiative nur fünf Arbeiter beschäftigt werden würden. Für die strukturschwache Region wahrlich kein Segen, sondern ein Fluch. Das Potenzial des ländlichen Raumes liegt im Tourismus und in der Landwirtschaft. Beide Potenziale wären durch einen Steinbruch maßgeblich beeinträchtigt.

Bis zum Jahresende hat die Deutsche Basalt AG Zeit, sich für eine Abbaustelle zu entscheiden. Das Oberbergamt in Freiberg geht derzeit davon aus, dass - wenn überhaupt - nur ein Abbaugebiet genehmigungsfähig ist. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass die Bürgerinitiativen Mittel und Wege finden, den Abbau ganz zu verhindern. Meine Unterstützung haben sie.