SPD-Fraktionschef Struck: Auf Durchreise in den Ruhestand
In Zeiten wie diesen sind Politikerbesuche keine Seltenheit. Wenn aber ein Politiker, ein sogenannter "Hochkaräter", mit dem Motorrad kommt, cool und lässig in Lederkombi den Termin absolviert, ja, dann hat ein Politikerbesuch auch Seltenheitswert. So geschehen am 6. August: Peter Struck hat auf meine Einladung hin Halt in Nordsachsen gemacht. Auf den Weg von Berlin nach Thüringen hat der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion in Schkeuditz gestoppt. Hier haben wir gemeinsam mit Landtagskandidat Andreas Geisler und etwa 30 Bürgerinnen und Bürger den Hortneubau im Zentrum der Elsterstadt besichtigt.
Das 3-Millionen-Euro-Bauvorhaben der Stadt hat durch das kommunale Investitionsprogramm aus dem Konjunkturpaket II profitiert, die Förderung hat sich verzehnfacht. Als SPD-Fraktionschef war Struck maßgeblich an den Beschlüssen beteiligt. In Schkeuditz konnte sich Struck über die Richtigkeit der Vorschläge von Frank-Walter Steinmeier überzeugen, der die Konjunkturpakete mit der SPD-Seite erarbeitet hatte. Ab Oktober finden in dem Neubau unmittelbar neben der Leibniz-Grundschule 200 Kinder Platz. Dabei zeigt sich die Große Kreisstadt wiedermal innovativ: Energieversorgung auch über Abwasser - davon hatte der Fraktionschef noch nie was gehört. Besuche lohnen sich eben auch in ländlichen Flächenwahlkreisen.
Nach einer knappen Stunde stieg Struck wieder auf seine BMW-Maschine und fuhr dem verdienten Ruhestand entgegen: Nach 29 Jahren kehrt er dem Bundestag den Rücken. Ab Herbst werde ich versuchen, diese Lücke zumindest ein klein wenig zu schließen.

