Verkehrslärmschutzpaket mit Auswirkungen auf Nordsachsen
Das von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgestellte Nationale Verkehrslärmschutzpaket II muss Auswirkungen auf meinen Wahlkreis haben. Besonderes Augenmerk muss dabei auf den Belastungen im Bereich des Flughafens liegen. Aber auch viele Ortschaften nordsachsenweit könnten davon profitieren. Im Straßenverkehr soll eine Lärmentlastung durch den Bau von weiteren Ortsumgehungen entlang von Bundesstraßen erfolgen. Hier melde ich schon mal Bedarf an.
Aufgrund der wirtschaftlichen und infrastrukturellen Entwicklung von Schkeuditz werden die Interessen der Bürgerinnen und Bürger derzeit stark vernachlässigt. Dass hier dringend Verbesserungen erfolgen müssen, liegt auf der Hand. Ein runder Tisch aller Beteiligten ließ sich bisher – vielleicht auch aus Wahlkampfgründen – nicht realisieren. Die betroffenen Anwohner haben aus meiner Sicht ein Recht darauf, entlastet zu werden - und zwar schnell und hörbar. Meine Bemühungen sind stets darauf ausgerichtet.
Insgesamt sehe ich den Schwerpunkt im aktiven Lärmschutz: Dem Lärm muss dort begegnet werden, wo er her kommt. Das Konzept baut meiner Meinung nach aber zu wenig Druck auf, leisere Technik einzusetzen. Besonders im Bahn- und Flughafenbereich, aber auch bei Kraftfahrzeugen würden dadurch Verbesserungen erzielt werden können. Zum passiven Schutz vor Lärm Sage ich: Das Beispiel in Papitz zeigt, dass Lärmschutzwände auch sinnfrei platziert werden können. Das muss vermieden, ja sogar korrigiert werden.
Im gesamten Landkreis Nordsachsen sehe ich weiterhin großen Bedarf für weitere Ortsumgehungen. Der Kampf wird wohl angesichts des bundesweiten Bedarfs noch Jahrzehnte andauern, ehe Bundesstraßen nicht mehr durch Ortslagen verlaufen. Derzeit stehen die Chancen gut, dass die 2,2 Millionen Euro teure Ortsumfahrung in Wellaune zeitnah realisiert wird. Am 10. September findet hierzu ein weiterer Vor-Ort-Termin statt.