Wahlergebnis ist für die SPD eine Enttäuschung

30. August 2009

Mit den Worten "herbe Enttäuschung" hat der nordsächsische Bundestagskandidat Jens Kabisch den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen kommentiert. "Ich habe mit einem besseren Ergebnis gerechnet", gibt Kabisch unverhohlen zu. Das sei insgesamt kein guter Tag für die SPD gewesen.

Die SPD habe in fünf Jahren Staatsregierung sachorientiert gearbeitet und der CDU Erfolge abgerungen. Auch der Wahlkampf sei – im Gegensatz zu anderen – mit Sachthemen geführt worden. "Dass das nicht zog, stimmt mich nachdenklich", so Kabisch. Ebenso enttäuscht zeigte sich der SPD-Politiker, dass der Marktliberalismus im Freistaat Sachsen salonfähig werde.

Als "abscheulich" bezeichnet Jens Kabisch den Wiedereinzug einer nichtdemokratischen Partei. "Dieser hätte verhindert werden können", ist sich Kabisch sicher. Ein gemeinsamer Wahltermin mit der in vier Wochen stattfindenden Bundestagswahl hätte nach Ansicht des Bundestagskandidaten für eine größere Wahlbeteiligung gesorgt und die Wahrscheinlich des Wiedereinzuges verringert. "Außerdem wären dadurch rund zwei Millionen Euro gespart worden." Die Begründung, Landesthemen würden zu kurz kommen, weist Kabisch mit Blick auf die CDU-Kampagne als "fadenscheinig" zurück.

Für den jetzt beginnenden Bundestagswahlkampf wünsche sich Kabisch mehr Inhalt. Auf Bundesebene würde sich abzeichnen, dass da jemand mit Lächeln zum Erfolg will. "Politik nicht verstanden", bewertet Kabisch – gemessen an seiner Sichtweise – die Situation.