SFW ist wichtiger Baustein in Nordsachsens Wirtschaft

22. Juni 2009

Am 22. Juni habe ich das SFW Schienenfahrzeugwerk Delitzsch GmbH besucht. Hier habe ich mit dem Geschäftsführer über das Unternehmen und dessen Lage in der Wirtschaftskrise gesprochen. Im Anschluss an das Gespräch fand ein gemeinsamer Betriebsrundgang durch die rund 50.000 Quadratmeter umfassenden Fertigungshallen statt.

Im Januar 2005 wurde das Werk durch das Unternehmen von der Deutschen Bahn AG übernommen. Zuvor war es von der Schließung bedroht, die für hunderte Arbeitsplätze das Aus bedeutet hätte. Zudem ist das Werk seit nunmehr 101 Jahren am Standort Delitzsch. Dessen Erhalt war auch eine Generationenfrage. Das Schienenfahrzeugwerk beschäftigt heute rund 226 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es leistet damit einen erheblichen Beitrag zu den Wirtschaftstandorten Delitzsch und Nordsachsen. In Delitzsch - direkt an Bahnstrecke Leipzig-Berlin - ist ein leistungsfähiges Zentrum für Revision, Redesign und Neufertigung von schienengebundenen Personenfahrzeugen aufgebaut worden.

Die Betriebsbesichtigung und das Gespräch haben mir gezeigt, dass das Unternehmen Zukunft hat. Mit viel Engagement und Visionen wird der Betrieb zukunftsfest gemacht - und das in schwierigen Zeiten. Denn: Die Wirtschaftskrise ist mittlerweile auch im Schienenfahrzeugwerk angekommen. So wird die Geschäftsführung auch vom Kurzarbeitergeld Gebrauch machen müssen, welches erst kürzlich vom Bundesarbeitsministerium auf 24 Monate verlängert wurde. Hinsichtlich der Krise habe ich mit dem Geschäftsführer Übereinstimmung dahingehend erzielt, dass es sich um eine Finanzkrise handelt, die die Turbulenzen in der Wirtschaft verursacht hat. Wir beide haben die Hoffnung geäußert, dass die Wirtschaft derzeit am Anfang einer Trendwende steht.

Zum Abschluss des zweistündigen Besuches habe ich dem Geschäftsführer für seinen Betrieb und dessen Mitarbeiter sowie für ihn persönlich alles Gute gewünscht. Bereits Mitte Mai bin ich im Eilenburger StoraEnso-Werk mit dem dortigen Geschäftsführer zusammengetroffen.