Bad Düben: Aus für Gemeinschaftsschule politisch gewollt

17. März 2009

Die geplante Umwandlung der Mittelschule Bad Düben in eine Gemeinschaftsschule ist gescheitert. Trotz zunächst positiver Signale hat das Kultusministerium den Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass das Konzept nicht den Qualitätsanforderungen entspricht. Ich halte diese Absage für politisch gewollt, da das CDU-geführte Kultusministerium und Staatsminister Wöller mit der Gemeinschaftsschule SPD-Politik hätten umsetzen müssen - das geht in einem Wahljahr wie diesem natürlich nicht. Die Fehlentscheidung in Dresden geht hauptsächlich zu Lasten der Attraktivität Bad Dübens. Vorteil dieser Schulform ist meines Erachtens das längere gemeinsame Lernen - eine Kernkomponente sozialdemokratischer Bildungspolitik. Nach der achten Klassen hätten die Schülerinnen und Schüler selbstständiger entscheiden können, ob sie das Gymnasium besuchen wollen oder nicht. Mit der Bildungsempfehlung nach der vierten Klasse obliegt diese Entscheidung zumeist den Eltern. Düben kann für das Schuljahr 2010/2011 einen neuen Antrag stellen - dann vielleicht mit anderen Mehrheitsverhältnissen innerhalb der Sächsischen Staatsregierung. Ich jedenfalls werde das Anliegen Bad Dübens weiterhin intensiv und bemüht unterstützen.