"Haus der Elemente": Kinder hauchen Hortneubau Leben ein

27. November 2009

Peter Struck in Schkeuditz

Als der damalige SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck am 6. August den Hortneubau im Herzen Schkeuditz' besichtigt hat, war der Bezugstermin aufgrund des Bauverzuges noch nicht abzusehen. Wegen des harten Winters 2008/2009 haben sich rund vier Wochen Verzug eingeschlichen. So konnte der Hort unweit der Leibniz-Grundschule erst nach den Herbstferien am 1. November von etwa 200 Kindern in Beschlag genommen werden. Ende November fand die offizielle Übergabe statt und gleichzeitig die Namensgebung: "Hort Mitte" war zu kryptisch, jetzt heißt das futuristische Bauwerk auf dem ehemaligen Brauereigelände "Haus der Elemente" - in Anlehnung an das Betreuungskonzept. Das Lernen, das Forschen und freilich auch der Spaß stehen im Vordergrund. Steifer Gruppenzwang ist Schnee von gestern, jetzt stehen Frei- und Großzügigkeit im Zenit. Das verkörpert der Neubau in Gänze.

Die offizielle Eröffnung hat aus meiner Sicht aber auch mindestens zwei Probleme zu Tage gefördert: Die Akustik im übergroßen Flur ist katastrophal, kaum ein Geräusch wird aufgefangen - zum Leidwesen der Erzieherinnen und auch der Kinder. In den Projekt- und Gruppenräumen sind Akustikdecken eingebaut worden, hier wird der Krach, den eine handvoll Kinder unweigerlich machen, sehr gut aufgefangen. Im Flur hat man auf Akustikdecken - wohl auch aus Kostengründen - verzichtet. Nachbesserungen sollen erfolgen, ein Akustiker beschäftigt sich mit dem unüberhörbaren Problem. Bereits vier Wochen nach Inbetriebnahme sind die Wände beschmutzt. Klar wird der Hort von Kindern benutzt und die sollen sich austoben dürfen. Aber: Der Bauherr hätte darauf achten und von Anfang an eine strapazierfähige Wandverkleidung einplanen müssen. Auch hier sollen jetzt Nachbesserungen erfolgen. Die SPD-Fraktion wird diese Missstände am Bau in der Stadtratssitzung am 10. Dezember zur Sprache bringen.

Der Neubau des Hortes hat circa 3 Millionen Euro gekostet. Aufgrund des Konjunkturpaketes II, das ein kommunales Investitionsprogramm beinhaltet, hat sich der ursprünglich eingeplante Eigenanteil der Stadt erheblich reduziert. Peter Struck hat sich bei seinem Besuch in Schkeuditz von der Richtigkeit der Berliner Entscheidung zum "KP II" ein Bild machen können.

Weiterführende Information:

Mehr Bilder vom Struck-Besuch am 6. August 2009