Martin Dulig neuer Vorsitzender der sächsischen SPD
Martin Dulig ist neuer Landesvorsitzender der SPD Sachsen. Die Delegierten des außerordentlichen Landesparteitages wählten den 35-jährigen mit 74,2 Prozent der Stimmen. Zuvor hatte Dulig in seiner Rede betont, die notwendige Erneuerung der Partei sei nicht mit der Neuwahl des Landesvorsitzes abgeschlossen: "Wir befinden uns in einem Prozess der Erneuerung, in dem der heutige Parteitag nur ein Meilenstein sein kann. Unsere Erneuerung wird nicht in einer kurzen Zeit abgeschlossen sein. Es liegt ein langer und steiniger, aber auch abwechslungsreicher Weg vor uns. Diesen Prozess möchte ich organisieren und moderieren."
Das Motto des Parteitages "Wegen Umbau geöffnet" habe nicht nur symbolischen Charakter. "Für Sachsens Sozialdemokraten kann es jetzt nur heißen: Raus aus den Nischen, rein ins Leben!", so Dulig. "Wir müssen uns öffnen, nach innen wie nach außen. Wir wollen weg von einer Gremien- hin zu einer Beteiligungspartei, bei der sich jeder – Mitglied wie politisch Interessierter – auch eingeladen fühlt, mitzumachen", betonte Dulig.
"Wenn wir erreichen wollen, dass sich die Menschen mit unseren Inhalten auseinandersetzen, müssen wir nicht nur wissen, wo der Schuh drückt und welche Probleme einer Lösung bedürfen. Wir sollten auch für die Möglichkeit einer Beteiligung sorgen", beschreibt der Landesvorsitzende den Stil, den er innerhalb der SPD künftig etablieren will. Nur so ließe sich verlorengegangenes Vertrauen wieder aufbauen und die fehlende Verankerung in der Gesellschaft auflösen.
"Wir sind die linke Volkspartei – in der Mitte der Gesellschaft, die den Anspruch hat gestalten zu wollen", bekräftigte Dulig und weiter: "Wir wollen die Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit in all ihrer Vielfalt erfassen, die richtigen Fragen stellen und schlüssige, praktikable Lösungen anbieten. Das verstehen wir unter moderner Gerechtigkeitspartei." Der von Dulig dazu vorgelegte Initiativantrag wird als Anstoß für die weiteren innerparteilichen Diskussionen dienen.
