Kreisvorstand besucht "hochengagiertes Ostelbien"

30. August 2010

Bei den "kleinen Strolchen"

Der Kreisvorstand der nordsächsischen SPD hat am Freitag die drei Gemeinden Ostelbiens besucht. "Wir haben engagierte Menschen und Vereine kennengelernt, Probleme diskutiert und nach Lösungen gesucht", fasste die Kreisvorsitzende Ursula Fritzsche zusammen. Der Besuch habe seine Schwerpunkte vor allem im Bildungs- und Gesundheitsbereich gesetzt. Dazu sei die sechsköpfige Delegation zunächst mit dem Ostelbienverein zusammengetroffen. Hier habe man gemeinsam mit dem Großtreben-Zwethauer Amtsverweser Hans-Jürgen Löwe über den freiwilligen Zusammenschluss der beiden Gemeinden gesprochen, den der Kreisvorstand ausdrücklich begrüßt. "Beilrode und Großtreben-Zwethau bündeln damit Kräfte, verwalten effizienter im Sinne ihrer Bürger und setzen auf eine gemeinsame ostelbische Zukunft", erklärte der Vorsitzende der SPD/Grüne-Kreistagsfraktion, Heiko Wittig. Im Anschluss daran stand ein Besuch in der integrativen Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" in Beilrode auf dem Programm. Für die 88 Kinder, die hier betreut werden, hat der SPD-Kreisvorstand Überraschungen mitgebracht.

In Arzberg selber sei es hauptsächlich um den Erhalt des Grundschulstandortes gegangen. "Ziel ist es, eine Schulzweckvereinbarung mit der Stadt Torgau zu erreichen", so Wittig. Fritzsche wies in diesem Zusammenhang auf einen nordsächsischen Arbeitsauftrag an die Landtagsfraktion hin, der zum Inhalt habe, ein neues Schulgesetz zu erarbeiten, welches wohnortnahe Grundschulen insbesondere im ländlichen Raum nachhaltig sichere. Bei der Gesprächsrunde im Ostelbischen Mehrgenerationenhaus Arzberg habe der nordsächsische SPD-Kreisvorstand die Fortsetzung der Förderung für Mehrgenerationenhäuser, insbesondere solcher im ländlichen Raum, gefordert.

Zum Themenblock ärztliche Versorgung fasste Jens Kabisch, Fritzsches Stellvertreter, zusammen: "Das Problem der medizinischen Versorgung ist entschärft, aber noch lange nicht behoben". An der Einrichtung der KV- Praxis Triestewitz habe der sächsische KV-Vorstand bei einem Gespräch nach Aussage von Kabisch keinerlei Zweifel gelassen. "Jetzt, wo die Ärztin bereits da ist, hängt alles von der Bürokratie ab", echauffiert sich der SPD-Politiker. Die Praxis müsse zügig besetzt und durch eine weitere in Beilrode ergänzt werden.