SPD nominiert Bürgermeisterkandidatin für Doberschütz

07. Februar 2010

Für die bevorstehende Bürgermeisterwahl am 7. März in der Gemeinde Doberschütz hat die SPD in ihrer Kreiswahlkonferenz am 5. Februar in Eilenburg einstimmig die 40-jährige parteilose Kathrin Niedermanner nominiert. Die gebürtige Quedlinburgerin wohnt seit 1998 mit ihrem Mann Tilo, der für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt, und ihren beiden 15 und 13 Jahre alten Kindern im Doberschützer Ortsteil Sprotta-Siedlung.

"Für mich lebt die Demokratie von der Vielfalt. Deshalb sollten die Bürgerinnen und Bürger bei einer Wahl auch eine echte Auswahlmöglichkeit zwischen mehreren Kandidatinnen und Kandidaten haben", erklärte sie einleitend in ihrer Vorstellungsrede den anwesenden SPD-Mitgliedern. "Gerade der ländliche Raum steht in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen. Es muss uns gelingen, die Dörfer lebenswert zu erhalten. Unser Ziel muss es sein, dass die Jugend auf das Land zurückkehrt oder es gar nicht erst verlässt."

Mit ihren klaren Worten machte die ehemalige Schwimm-Leistungssportlerin eindrucksvoll deutlich, dass sie eine Kämpfernatur vom Scheitel bis zur Sohle ist. So hat sie sich beispielsweise auch nicht in ihrem Beruf verbiegen lassen. "Als gelernte Bankkauffrau habe ich schnell gemerkt, dass dieser Beruf für mich keine Perspektive darstellt." Das Finanzgebaren bis hinunter zu den Angestellten war ihr zutiefst zuwider. Deshalb gab sie ihre Tätigkeit am Bankschalter auf und kehrte zu ihren Wurzeln zurück, indem sie sich als Schwimmtrainerin selbständig machte.

Mittlerweile ist sie nicht nur als engagierte Abteilungsleiterin in der Eilenburger Schwimmhalle, sondern auch als Dozentin in den Grund- und Mittelschulen sowie der Volkshochschule rund um Eilenburg bestens bekannt. "Mit ihr hat unser Verein einen enormen Aufschwung erlebt. Frau Niedermanner gründete im Sommer 2008 die Abteilung Schwimmen, die aktuell bis auf 170 Mitglieder angewachsen ist", erntet sie nicht nur vom Präsidenten des SV Lok Eilenburg Erhard Künitz höchstes Lob.

Niedermanner: "Durch meine Tätigkeit mit den Leuten vor Ort habe ich einen engen Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern und weiß, wo der Schuh drückt. Gern würde ich als Bürgermeisterin Abhilfe schaffen."

"Diese so überaus aktive Frau hat es wahrlich verdient, unterstützt zu werden", freute sich auch der Eilenburger Oberbürgermeister Hubertus Wacker über ihre Kandidatur und vereinbarte umgehend einen Gesprächstermin mit ihr, um mit seinem großen Erfahrungsschatz zu helfen.