Das Zentrum weiterentwickeln: SPD legt Verkehrskonzept vor
"Die Innenstadt von Schkeuditz ist derzeit eher fußgängerunfreundlich", urteilen die drei SPD-Stadträte Dieter Schöne, Jens Kabisch und Kurt Arnhold. Daraufhin habe die Fraktion ein umfassendes Verkehrskonzept erarbeitet, das im Januar-Stadtrat als Antrag vorgelegt wurde. "Wir greifen bestehende Probleme auf und unterbreiten der Stadtverwaltung Lösungsverschläge", sagt Fraktionschef Dieter Schöne. "Unser Papier hat das Ziel, das Stadtzentrum weiter zu stärken", setzt Schöne fort. Dabei beziehen sich die Drei auf Beschwerden aus der Bevölkerung, die auch gegenüber der Verwaltung und anderen Ratsfraktionen gemacht worden sind.
In dem dreiseitigen Konzept widme sich die sozialdemokratische Fraktion den Bereichen Marktplatz und Friedrich-Ebert-Straße sowie Sonnenpassage und Rathauscarrée. So werden das unsägliche Befahren des Marktplatzes während des Mittwochsmarktes und die Verkehrs- und Parksituation im Bereich Sonnenpassage und Rathauscarrée angesprochen. "Unsere Lösungen haben das Ziel, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger per pedes zu erhöhen", so Kurt Arnhold, der im Technischen Ausschuss bereits mehrfach zu dieser Thematik das Wort ergriffen hat. In vielen Bereichen würden Fußgänger und Radfahrer durch den schlecht organisierten Verkehr unnötigen Gefahren ausgesetzt. "Das ist vor dem Hintergrund der bisher erfolgreichen Innenstadtentwicklung nicht tragbar", so Arnhold weiter.
Als Hauptursache sieht die SPD-Fraktion nachträgliche Änderungen der Verwaltung, die von den ursprünglichen Straßenplanungen abweichen würden. So sei die Sonnenpassage als reine Fußgängerzone geplant gewesen, die Kurzparkzone entlang des Rathauscarrées sei ebenfalls nachträglich eingerichtet worden. "Die Stadt muss auf solche Planänderungen angemessen reagieren, vor allem dann, wenn die Verkehrssituation dadurch verschlechtert wird", fordert Arnhold.
Die SPD sehe ihre Vorschläge vor allem vor dem Hintergrund einer stetig älterwerdenden Bevölkerung. "Zudem muss die Innenstadt zukünftig ohnehin erhöhten Sicherheitsstandards für Fußgänger genügen, wenn hunderte Schülerinnen und Schülern in das Stadtzentrum ziehen", so die Forderung. Nicht vergessen werden dürfe, dass sich auch die Feuerwehr im Zentrum befindet. "Die Kameraden brauchen freie Einsatzwege vom und zum Gerätehaus", so Schöne, Kabisch und Arnhold abschließend.
Weiterführende Informationen:
"Das Stadtzentrum weiterentwickeln": Verkehrskonzept für die Innenstadt
Artikel der Leipziger Volkszeitung vom 21. Januar 2010