Meilenstein: Schkeuditz legt Grundstein für neues Bürgeramt
Etwas mehr als 100 Jahre nach der Entscheidung der Stadtväter, dass ehemalige Rathaus vom Marktplatz an den heutigen Standort zu verlegen, fand die Grundsteinlegung für das sogenannte Bürgeramt statt - ein Meilenstein in der Geschichte der Stadt. Mit dem Neubau am westlichen Rathausplatz werden Stadtrat und Stadtverwaltung den erhöhten Anforderungen an die Verwaltung gerecht. Nachdem Schkeuditz durch die Eingemeindungen Glesiens, Radefelds und Dölzigs gewachsen war und durch die Ernennung zur Großen Kreisstadt, ist das historische Gebäude Baujahr 1913 schlichtweg zu klein geworden.
Nach vielen Jahres des Abwägens und des Diskutierens haben sich die heutigen Stadtväter entschieden, dass jetzige Rathaus durch einen Erweiterungsbau zu ergänzen. Dieser wird - nicht nur seinem Namen nach - für die Bürger sein. Ein Bürgeramt als zentraler Anlaufpunkt für alle behördlichen Angelegenheiten wird das Herz des prismatischen Gebäudes sein. Nach dem Willen der SPD-Fraktion sollen in diesem Bürgeramt auch Angelegenheiten erledigt werden können, die in der Kompetenz des Landkreises liegen.
Mehr als 2,4 Millionen Euro werden in der Elsterstadt investiert. Dabei setzt die Kommune unter Zuhilfenahme der Stadtwerke auf erneubare Energien: Auf der mehr als 400 Quadratmeter großen Dachfläche wird eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) aufgebracht werden, durch die mehr Strom erzeugt werden wird, als das Haus selber verbraucht. Aufgrund schlechter Förderbedingungen seitens des Freistaates musste die ursprüngliche Energie-Plus-Variante abgespeckt werden.