Landkreis: Zusammenschlüsse ändern innere Strukturen
Zum 1. Januar 2011 ändert sich die innere Form Nordsachsens: Zwei Gemeinden im Altkreis Torgau-Oschatz geben ihre Selbstständigkeit freiwillig auf und bilden mit jeweils anderen Gebietskörperschaften eine neue kommunale Einheit. So wird es die Gemeinden Großtreben-Zwethau und Sornzig-Ablaß ab dem Neujahrstag als Verwaltungsgebiet nicht mehr geben.
Die ostelbische Gemeinde Großtreben-Zwethau im äußersten Nordosten des Landkreises, unmittelbar an der brandenburgischen Landesgrenze, schließt sich mit der Gemeinde Beilrode – dem anerkannten Zentrums der drei ostelbischen Gemeinden – zusammen. Unter dem Namen "Beilrode" entsteht eine neue Gemeinde.
Das gleiche Bild im Süden des Landkreises an der Grenze zum Nachbarn Leipzig-Land: Sornzig-Ablaß wagt den Zusammenschluss mit Mügeln, deren Stadtrecht fortan auch für die Gemeindeteile Sornzig-Ablaß' gilt.
Beide Gemeinden vollziehen damit die beste Möglichkeit im Hinblick auf Gebietsstandsveränderungen: den freiwilligen Zusammenschluss. Nicht von oben gezwungen, sondern von der kommunalen Ebene selbst gewollt und befördert. Deshalb handelt es sich auch nicht um den Beitritt der einen zur anderen Gemeinde oder gar einem Anschluss, sondern um einen freiwilligen Zusammenschluss, in dessen Vorfeld beide Partner auf Augenhöhe verhandelt haben – wohlwissend, dass bestehende Verwaltungsstrukturen abgeschafft und neue, effektivere geschaffen werden können.
Einen Identitätsverlust haben Großtreben-Zwethau und Sornzig-Ablaß nicht zu befürchten: Die Bürgerinnen und Bürger werden die jeweilige Fahne hochhalten ohne verknust auf den größeren Partner zu schauen.

