Chemnitz: Doppik-Seminar mit Schkeuditzer Stadtrat

20. August 2011

Bis zum Jahr 2013 müssen die sächsischen Städte, Gemeinden und Landkreise ihre Haushaltswirtschaft auf das Neue Kommunale Rechnungswesen, die Doppelte Buchführung in Konten, kurz Doppik, umgestellt haben. Die Stadt Schkeuditz hat als eine der ersten Kommunen sachsenweit den vollständigen Umstellungsprozess zum 1. Januar 2010 begonnen – "nicht ohne Schwierigkeiten", wie der innerhalb der SPD-Fraktion für Haushaltspolitik zuständige Stadtrat Jens Kabisch anmerkt. Am 3. September werde Kabisch als Referent an einem Seminar der Friedrich-Ebert-Stiftung in Chemnitz teilnehmen und seine Doppik-Erfahrungen in die Seminarinhalte einfließen lassen. Titel: "Doppik – Das neue System der doppelten Buchführung in den Verwaltungen der sächsischen Städte und Gemeinden". Der Diplom-Kaufmann übernimmt dabei einen Vortrag über "Beispiele und praktische Erfahrungen in der Anwendung der doppelten Haushaltsführung".

"Bei der Umstellung sind nicht nur die Verwaltungen gefordert, auch die Stadt-, Gemeinde- und Kreisräte stehen gleichermaßen vor großen Herausforderungen", heißt es in dem von Kabisch formulierten Einladungstext. Mit dem neuen haushaltswirtschaftlichen System ändere sich im Vergleich zur sogenannten Kameralistik der Erstellungsprozess der Haushaltspläne, ebenso deren Lesart. "Die Mandatsträger sind hier gefordert, um ihrer Verantwortung in den Kommunalparlamenten gerecht zu werden", ist der Stadtrat aus eigener Erfahrung überzeugt. Der 26-jährige gehört dem Schkeuditzer Kommunalparlament seit 2009 an.

"2013 steigt die Anzahl der umstellenden Kommunen schlagartig an, Schkeuditz hat mit der frühen Einführungen Vorteile, unter anderem im Hinblick auf die fachliche Beratung, genutzt", ist Kabisch, der auch Vize-SPD-Chef auf Kreisebene ist, überzeugt. Das der Prozess nicht reibungslose verlaufe, werde in allen Kommunen spürbar sein. "Vor allem die Bewertung städtischen Vermögens und die daraus abgeleitet Eröffnungsbilanz zum jeweiligen Starttag der Doppik stellen Schkeuditz noch heute vor große Probleme", schließt Kabisch ab.

Neben Kabisch leitet die Fachreferentin des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, Friederike Trommer, das Seminar. Das sechsstündige Seminar beginnt 10 Uhr im Seaside Residenz Hotel, Bernsdorfer Straße 2, 09126 Chemnitz. Anmeldungen nimmt ab sofort das Leipziger Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung entgegen. Programm und Anmeldung können auf der Internetseite des Stadtrates unter jens-kabisch.eu abgerufen werden.

Weiterführende Information:

Seminarprogramm und -einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF, 45 kB]