Neue Schullandschaft: "Schülerverkehr nicht vergessen"

01. Februar 2011

Auf einem Gespräch mit der Elternschaft des Gymnasiums aufbauend, hat Jens Kabisch (SPD) im Oktober vergangenen Jahres an die Harmonierung des Schülerverkehrs erinnert. Diese werde notwendig, wenn das Gymnasium ins Stadtzentrum ziehen wird. "Landratsamt, Stadtverwaltung und die innerstädtischen Schulen müssen an einen Tisch, um sich hierbei abzustimmen", forderte der Stadtrat seinerzeit. In einem Schreiben an den für den Öffentlichen Personennahverkehr zuständigen Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) fragte Kabisch, ob "mit der Verlegung des gymnasialen Bildungsweges in die Innenstadt mit dem Landkreis Nordsachsen eine Anpassung des Busfahrplanes speziell für die Schulverkehre aller Schkeuditzer Schulen geplant" sei. Heumos habe in seiner Antwort bestätigt, dass die Harmonisierung erfolgen müsse.

"Mehr als ein viertel Jahr später muss ich feststellen, dass auf diesem Gebiet nichts passiert ist", sagt Kabisch, nachdem er neue Informationen aus der Verwaltung erhalten habe. Der im Landratsamt Nordsachsen zuständige Sachgebietsleiter für ÖPNV und Schülerbeförderung, Edmund Bier, wisse weder von der Stadtverwaltung noch vom Eigenbetrieb Kommunale Bildungsstätten, dass das Schkeuditzer Gymnasium zum neuen Schuljahr in die Innenstadt umgezogen sein werde. "Das ist eine nicht begreifbare Kommunikationspanne zwischen beiden Behörden", zeigt sich der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende empört. Dabei habe der mittlerweile in den Ruhestand versetzte Bürgermeister Kabisch versichert, dass sich das Straßenverkehrsamt des Landkreises mit den Busunternehmen abstimme und daraus einen Fahrplan entwickeln würde. "Grundlage dafür seien an die Schulen ausgegebene Fragebögen, wo die notwendigen Details abgefragt werden", erklärt Kabisch.

Auch die Elternsprecher des Gymnasiums hätten sowohl gegenüber der städtischen als auch gegenüber Kreisverwaltung immer wieder auf gemeinsame Gespräche gedrängt. "Diese Initiativen sind zumeist unbeantwortet geblieben", findet Kabisch einen weiteren Kritikpunkt. Kabisch fordert nochmals: "Alle zur Abstimmung benötigten Fakten müssen schnell zusammengetragen werden, Behörden und Schulen unverzüglich an einen Tisch." Jetzt sei das Thema in den Verwaltungen hochangesiedelt. "Zu spät ist es noch nicht", schließt Kabisch ab.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung der SPD-Fraktion: "Schülerverkehr darf nicht vergessen werden" [PDF, 318 KB]

Antwortschreiben von Bürgermeister i.R. Heumos (CDU) zur Harmonisierung vom 14.10.2010