Kreisverkehr: Realisierung in zwei Abschnitten
Haushalterisch hat das Projekt "Kreisverkehr Modelwitz" schon längst seinen Niederschlag gefunden. Auf Basis des städtischen Investitionsplans für die Jahre 2010 bis 2014 sind sowohl für 2011 als auch für 2012 Gelder eingestellt. Die bisherigen Verzögerungen und die augenscheinliche Stagnation des Projekts sind indes nicht bei der Stadtverwaltung, sondern beim entsprechenden Fördermittelgeber zu suchen. Die Leipziger Landesdirektion musste erst mühevoll von der Sinnhaftigkeit eines Kreisverkehres überzeugt werden. Eine vierarmige Kreuzung, im Zweifel mit Ampelanlage, erschien sowohl der Verwaltung, als auch dem Stadtrat als schlechtere Variante.
Der Kreisverkehr wird ab Herbst 2011 in zwei Bauabschnitten realisiert. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Verwaltung auf meine Anfrage vom 21. Mai 2011 in dieser Sache hervor. Aufgrund des Verlaufs des wasserführenden Grenzgrabens im Planungsbereich muss dieser ein neues Tragbauwerk erhalten. Dafür ist mit Baukosten in Höhe von rund 330.000 Euro zu rechnen. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann der eigentliche Bau der Verkehrsanlage "Kreisverkehr" beginnen. Baukosten hierfür: 310.000 Euro, jeweils zuzüglich Planungskosten. Der zweite Bauabschnitt soll ab Mitte 2012 seine Realisierung finden. Derzeit ist das zuständige Fachamt mit der Erstellung der Planungsunterlagen beschäftigt, auf deren Basis zügig der Fördermittelantrag gestellt werden soll.
Fußwege und Zufahrtsstraße werden berücksichtigt
Neben der Verbesserung der Verkehrssituation im Kreuzungsbereich Modelwitzer Straße/Äußere Leipziger Straße/Am Bornberg geht aus meiner Anfrage auch die Frage nach der zukünftigen Fußweggestaltung und die nach der Erschließung einer weiteren Zufahrt zur Siedlung Modelwitz hervor. Sowohl die Kindertagesstätte, als auch der Einkaufsmarkt werden fußläufig erreichbar sein, in den Planungen für den Kreisel werden demnach auch die Fußwege berücksichtigt. Hinsichtlich des weiter nördlich verlaufenden Fußweges hinein in das Siedlungsgebiet besteht aufgrund der Eigentumsverhältnisse - der Schotterweg gehört dem Bauträger "DEMOS" - für die Stadt keine Handlungsmöglichkeit, auch wenn das Baubauungsgebiet nicht weiter erschlossen werden wird.
Momentan bildet die Modelwitzer Straße die einzige Lebensader der Siedlung. Ein Gebäudebrand vor mehreren Jahren hat den Anwohnern vor Augen geführt, wie abhängig man von einer einzigen Zufahrtsstraße ist. Einzige Ausnahme bildet der Wirtschaftsweg zwischen Modelwitz und Papitz, der sich in Liegenschaft der Stadt Leipzig befindet. Hier soll es perspektivisch zu umfangreichen Begrünungsmaßnahmen kommen. "Ein Ausbau der Wirtschaftswege steht in Abhängigkeit zur Anpflanzungsmaßnahme und wird mittelfristig mit dem Stadtrat thematisiert werden", heißt es in dem Verwaltungsschreiben. Die ursprünglich im Bebauungsplan "Eschenbreite" geplante Verbindungsstraße über die Papitzer Querstraße kann indes nicht realisiert werden.
Während der Kreisel-Bauarbeiten aber wird die Zufahrt zur Siedlung beispielsweise durch Ampelregelungen ermöglicht. Zudem ist geplant, den Schwerlastverkehr großräumig umzuleiten.