Weltfriedenstag: 12. Baum mit neuem Bürgermeister
Seit mehr als einem Jahrzehnt pflanzt die Stadt Schkeuditz, personifiziert durch Vertreter der Verwaltung, des Stadtrates und der Bürgerschaft, jährlich zum 1. September einen Friedensbaum. Damit setzen die Stadtvertreter einen Gegensatz zu den am 1. September 1933 begonnenen Gräuel des Zweiten Weltkriegs. Der Weltfriedenstag steht diesem Ereignis entgegen und macht aus einem Tag, an dem ein weltweit umfassender Krieg begann, einen Tag des Friedens, einen Tag des Innehaltens. Die Elsterstadt unterstreicht dieses Ansinnen durch die Pflanzungen eines Baumes im Zeichen des Friedens - in diesem Jahr eine Elsbeere, die zum Baum des Jahres gekürt worden ist. Seinen Standort fand die noch zarte Elsbeere, die zur Gattung der Rosengewächse gehört, in der Dölziger Auenstraße, dort wo bis zu einem Sturm eine 130 Jahre alte Linde stand.
Die Intension des Weltfriedenstages liegt in der Vergangenheit, die Bedeutung lässt sich aber auf die Gegenwart beziehen. So erinnerte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) in seiner Kurzansprache an die aktuellen Ereignisse in Libyen. An den Frieden auf der Welt wird so lange erinnert werden müssen, wie es Kriege und Konflikte gibt.
Die Pflanzung des 12. Schkeuditzer Friedensbaumes war gleichzeitig eine der ersten Amtshandlungen von Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler), der sein Amt am Donnerstagmorgen angetreten hatte. Damit ist die Rathausspitze wieder komplett. Dornbusch ist in seinem Amt 1. Beigeordneter des Oberbürgermeister und dessen Stellvertreter sowie Dezernent für das Bau- und Schulamt sowie das Ordnungsamt. Bereits am 14. April erhielt der Ingenieur im Stadtrat die erforderlich Mehrheit.
