Dreifeldhalle: Stadtrat fasst wegweisenden Beschluss
Ein Beschluss, der das Potenzial der Stadt zum wiederholten Mal zeigt. Ein Beschluss, der Ausdruck dafür ist, was Schkeuditz als eigenständige Gebietskörperschaft zugetraut wird. Ein Beschluss, der den Schulcampus vollendet, dem Stellenwert des Sports entspricht und der die Innenstadtentwicklung weiter forciert. Schkeuditz baut dank der Unterstützung von Fördermittelgebern eine seit mehreren Jahren ersehnte und drei Felder umfassende Schul- und Freizeitsporthalle mitten im Stadtzentrum am Standort der Leibniz-Grundschule und des Gymnasiums. Mehr als vier Millionen Euro kostet das rund 10 Meter hohe Gebäude. Zur Abbildung der Finanzierung hatte der Stadtrat bereits im Februar eigens einen Nachtragshaushaltshaushalt beschlossen, auf dessen Basis eine sogenannte positive gemeindewirtschaftliche Stellungnahme abgegeben werden konnte. Soll heißen: Schkeuditz ist in der Lage, das Projekt zu stemmen - und zwar finanziell und strukturell.
2008 hatten Stadt und Stadtrat in ihrer damaligen Zusammensetzung Antrag auf Förderung einer Dreifelderhalle gestellt. Etwas überraschend kam nach beinahe vier Jahren die Zusage für Fördermittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro. Mit dem Nachtragshaushalt, dem sich einzig die CDU-Fraktion enthielt, wurden die Weichen gestellt, Anfang April fasste der Stadtrat bei einer Enthaltung den Planungs- und Baubeschluss. Damit werden am Schulcampus in diesem Jahr zwei Baustellen begonnen: der zweite Bauabschnitt für das Gymnasium (geplanter Baubeginn im Mai) und - in Abhängigkeit davon - der Bau der Schul- und Freizeitsporthalle (geplanter Baubeginn im Oktober). Sind beide Vorhaben abgeschlossen, gilt das Gymnasium auf Basis des gültigen Musterraumprogramms als fertiggestellt, ausreichend Fachkabinette und ausreichend Möglichkeiten für den Schulsport sind dann gegeben. Da es sich bei der Turnhalle um eine mit drei Feldern handelt, kommt auch die benachbarte Leibniz-Grundschule in den Genuss, Schulsport in unmittelbarer Schulnähe durchführen zu können.
Dafür geht die Stadt in Vorleistung. Für das Gymnasium wäre an sich eine zwei Felder umfassende Halle vorgesehen, Schulträger ist der Landkreis. Dann aber wäre für die Grundschule kein Platz. Deshalb baut nicht der Landkreis, sondern die Stadt. Neben der Fördermitteln des Freistaates vereinamt die Stadt 2014 weitere 650.000 Euro Zuweisung vom Landkreis Nordsachsen, die in etwa dem Finanzierungsanteil einer Zweifeldhalle entspricht. Zudem wird der Landkreis über 25 Jahre zur entgeltlichen Nutzung der Halle für den Schulsport des Gymnasiums vertraglich gebunden.
Für die Stadt bietet das Millionenprojekt eine riesige Chance, die Dynamik der Innenstadtentwicklung weiter voranzutreiben. Nach drei großen Neubauprojekten (Hort "Haus der Elemente", Thomas-Müntzer-Grundschule, Bürgeramt) stemmt die Stadt Projekt Nummer vier, ohne sich finanziell dabei zu überheben.
