Frankreich: François Hollande liegt vorn
Der Sozialist François Hollande liegt nach der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen vorn. Der 57-jährige Hollande kommt nach ersten Nachwahlhochrechnungen auf rund 28 Prozent, Staatspräsident Nicolas Sarkozy demnach auf 25 Prozent. Im zweiten Wahlgang, der am 6. Mai stattfinden wird, treten die beiden bestplatzierten - nach derzeitigem Stand eben die Herren Hollande und Sarkozy - gegeneinander an. Stimmen die Umfragen, wird François Hollande nächster Staatspräsident der Fünften Republik.
Entscheiden aber könnten die Stimmen der rechtsextremen Marine Le Pen, die im ersten Wahlgang auf etwa 20 Prozent kommt. Damit könnte sich für Amtsinhaber Sarkozy ein ungeahnt hohes Wählerpotenzial für das Stechen in 14 Tagen geben. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein konservativer Staatspräsident mit rechtsextremen Stimmenpotenzial in den Élysée-Palast einzieht, zumal Sarkozy, selbst ungarischer Abstammung, in letzter Zeit stark auf rechte Rhetorik gesetzt hat. Diese Tendenz wird sich in den zwei Wochen bis zum 6. Mai weiter verstärken.
