Behaarlichkeit: Photovoltaikanlage wird komplettiert

29. Januar 2012

Bis heute habe ich keine Antwort auf mein Schreiben an die Stadtverwaltung vom 14. Juli 2011. Darin habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass die auf dem neuen Bürgeramt - umgangssprachlich auch "Rathaus II" genannt - aufgebrachte Photovoltaikanlage unvollständig ist, dass die unterste Ecke des Dreiecks leer ist und leer zu bleiben scheint. Dagegen habe ich nicht nur schriftlich, sondern auch im Technischen Ausschuss interveniert - aus, wie ich finde guten Gründen. 

Insgesamt 2,4 Millionen Euro umfasst das Bauprojekt "Bürgeramt". Es soll Platzprobleme im Rathaus lösen und die hinfällige Verwaltungsaußenstelle in der Goethestraße überflüssig machen. Zum Projekte gehörte von Beginn an eine Photovoltaikanlage, die Sonnenenergie soll zur Stromversorgung des Gebäudes und zum Einspeisen ins Netz der Schkeuditzer Stadtwerke genutzt werden. Wegen dem Schritt hin zu erneuerbaren Energien wurde das Gebäude so konzipiert, wie es heute am Rathausplatz 7 steht: Dreieckig. Auch die Anlage sollte in Dreiecksform auf das 400 Quadratmeter große und 40 Grad geneigte Süddach errichten werden. In allen schriftlichen Unterlagen, auf deren Basis das Vorhaben beschlossen worden war, konnte der Stadtrat von einer vollständigen Befüllung mit PV-Modulen ausgehen. Fehlanzeige. Nach der Meldung durch den Oberbürgermeister, die Anlage sei fertig, habe ich Fauxpas festgestellt.

Etwa ein halbes Jahr hat die Verwaltung nun gebraucht, um gemeinsam mit dem Architekten- und Planungsbüro eine Lösung zu erarbeiten, an der auch die Stadtwerke als Träger der Photovoltaikanlage beteiligt gewesen sein dürften. Mündlich habe ich von der Vervollständigung erfahren, unlängst hat auch die Zeitung darüber berichtet. Für die Stadt und deren Stadtwerke ist die EEG-Anlage auch ein Imageprojekt. Von daher blieb keine alternativ, als die Anlage - wie geplant - zu vervollständigen.