Freude und Leid am Rathausplatz

05. Mai 2012

Bürgeramt mit passendem Schriftzug

Freude und Leid liegen am Rathausplatz derzeit in Sichtweite. Während der Baufortschritt am Bürgeramt nicht zu leugnen ist, sorgt die Stadtverwaltung bei der Sonnenpassage für selbstverursachtes Chaos. So bekommt das historische Wappen der Stadt, der Mann ohne Kopf, ab und an aktuelle Bedeutung. Das wirft wahrlich kein gutes Licht auf die im Rathaus handelnden, womöglich auch nicht auf die ehrenamtlich engagierten Stadtparlamentarier.

Trotz aller Freuden am Rathausplatz 7, dem zukünftigen Standort des Bürgeramtes, bleibt das vorerst eine Baustelle. Ziemlich schleppend geht's voran, immerhin produziert die durch die Stadtwerke Schkeuditz GmbH aufgebrachte und betriebene Photovoltaikanlage schon Strom. Außen und innen gibt es noch allerhand zu tun, ehe - vielleicht im Herbst - ein Teil der Stadtverwaltung das neue Domizil beziehen wird. Ab dann ist der Name, der unlängst am Gebäude steht: Bürgeramt, ein Amt, ein Gebäude für die Bürger dieser Stadt, Anlaufpunkt für alle behördlichen Erledigungen gegenüber der Stadt. Mit Eröffnung des futuristischen Gebäudes stehen hier das Einwohnermelde- und das Standesamt sowie die Ämter für Ordnung sowie für Stadtentwicklung und Wirtschaft bereit. Dadurch kann perspektivisch die Verwaltungsausstelle in der Goethestraße aufgeben werden, das sich dort befindliche Bau- und Schulamt zieht ins Rathaus ein, welches 2013 seinen 100. Geburtstag feiert.

Etwas eher als bis Herbst dürfte sich das Problem rund um die Sonnenpassage erledigt haben. Die SPD plädiert hier seit langem auf einer lupenreinen Fußgängerzone. Die Verwaltung sperrt sich, hat jüngst sogar angeordnet, die Beschilderung "Fußgängerzone" durch die der "Spielstraße" zu ersetzen. Ein Affront, da die Absprachen zwischen der Fraktion und der Verwaltung anders lauteten. In Kürze wird sich der Technische Ausschuss mit dem Thema beschäftigen und dabei die Verwaltungsentscheidung via Amtsblatt zurücknehmen und die Weichen für die Fußgängerzone zu stellen. Nach einer Bürger- und Händlerbeteiligung dürfte deren Beschilderung reine Formsache sein.